Mobbing ist ein weit verbreitetes Phänomen. Was ursprünglich nur in der Arbeitswelt zuhause war, greift nun immer mehr auf die Schulen über. Mobbing in der Schule findet dabei häufig über Handys, soziale Netzwerke und andere elektronische Medien statt.
Oftmals wird sogar offen gemobbt. Auch in der Arbeitswelt ist ein solcher Trend zu erkennen. Während in der Schule die Schüler direkt ein schädigendes Verhalten zeigen, sind es in Unternehmen vorwiegend nicht die Mitarbeiter, sondern eher die Vorgesetzten, die ihre Machtposition ausnutzen und ihre Arbeitnehmer mobben.
Die Folge dieser Problematik ist schwerwiegend. Die Leistung der Betroffenen fällt stark ab. Demotivation verstärkt diese Spirale weiter. Die Gemobbten werden misstrauisch und isolieren sich sozial. Darüber hinaus schleichen sich Nervosität und Selbstzweifel ein. In schwierigen Fällen kommt es zu diagnostizierbaren psychischen Erkrankungen wie dem posttraumatische Belastungssyndrom oder zu Depressionen.
Für die Betroffenen bleibt daher die Frage: Mobbing, was tun? Grundsätzlich sind die Handlungsmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Eine Möglichkeit ist bei frühzeitigem Erkennen den Täter in seine Schranken zu weisen. Ein persönliches Gespräch hilft hier oft weiter. Die Mobber bemerken häufig nicht, dass ihr Verhalten unter diesen Begriff fällt oder der Gemobbte tatsächlich Probleme durch das Verhalten bekommt. Hilft dies nicht, dann kann in einem Betrieb der Betriebsrat eingeschaltet werden. In der Schule sollte ein Vertrauenslehrer unterrichtet werden. Ein Mobbingtagebuch kann hilfreich sein, um die Situationen zu belegen. Strafrechtlich ist Mobbing ein problematisches Thema. Nur wenn tatsächlich ein Straftatbestand erfüllt ist, existieren rechtliche Möglichkeiten.
Daneben sind viele Möglichkeiten gegeben, die an die individuelle Situation angepasst werden können. Eine Mobbingberatung kann hierbei Hilfestellungen geben, die tatsächlich wirken. Solche Beratungsstellen sind mittlerweile in vielen großen Städten zu finden.
